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Was ist eine Workation?

Eine Workation verbindet „Work“ und „Vacation“: Mitarbeiter arbeiten für einen begrenzten Zeitraum von einem selbst gewählten Ort (oft mit Urlaubscharakter) und nutzen die Freizeit erst nach Feierabend. Wichtig ist die Abgrenzung: Eine Workation ist kein Urlaub, sondern reguläre Arbeitszeit – nur eben an einem anderen Ort.  

Typisch ist, dass Mitarbeiter vormittags und nachmittags ganz normal arbeiten und anschließend den Standort erkunden oder Zeit mit Kollegen verbringen. Workation kann als Solo-Workation (vom Mitarbeiter organisiert) oder als Team-Workation (vom Arbeitgeber organisiert) stattfinden.  

Auch die Dauer ist in der Praxis meist überschaubar: Häufig liegen Workations bei ein bis zwölf Wochen – teils auch, weil Visa-Regeln vieler Länder das begünstigen.

Warum Workations gerade jetzt relevant sind

Spätestens seit der zunehmenden Etablierung von Remote-Arbeit ist Arbeit nicht mehr automatisch an einen festen Ort gebunden. Viele Mitarbeiter wünschen sich mehr Abwechslung im Arbeitsumfeld, ohne dabei Projekte, Aufgaben und Verantwortung zu vernachlässigen. Genau hier setzt die Workation an: Sie verbindet den Ortswechsel mit klar definierten Arbeitszeiten – vorausgesetzt, die organisatorischen Rahmenbedingungen stimmen. 

Gleichzeitig ist eine realistische Betrachtung wichtig. Fehlen klare Regeln, kann eine Workation schnell zur Belastung werden. Dann leidet sowohl die Erholung als auch die Arbeitsleistung, weil Erwartungen, Erreichbarkeit und Arbeitszeiten nicht eindeutig geregelt sind.

Vorteile: Was Mitarbeiter und Unternehmen davon haben

Richtig umgesetzt profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen von einer Workation – vorausgesetzt, sie ist gut organisiert und klar geregelt. 

Vorteile für Mitarbeiter: 

  • bessere Work-Life-Balance 

  • höhere Motivation und Produktivität 

  • neue Impulse für Kreativität und Ideen 

  • mentale Entlastung und neue Perspektiven 

  • Teamgefühl (besonders bei Team-Workation) 

  • weniger soziale Isolation (z. B. für Mitarbeiter im Homeoffice)  

Vorteile für Unternehmen: 

  • stärkeres Employer Branding 

  • Teambuilding und Bindung ans Unternehmen 

  • höhere Mitarbeiterzufriedenheit 

  • attraktive Zusatzleistung im Wettbewerb um Talente 

  • bessere Ergebnisse, wenn Fokus und Prozesse stimmen

Diese Punkte sind für eine Workation entscheidend

1) Planung & Organisation 

Flug, Unterkunft, Rückreise – aber auch: Wer ist wann erreichbar, wer übernimmt welche Aufgaben im Tagesgeschäft, welche Projekte laufen parallel? Die Planung ist der Dreh- und Angelpunkt.  

2) Equipment, Internet, Kommunikation 

Ohne stabiles Setup geht es nicht: Laptop, Headset/Diensthandy, sichere Tools – und vor allem eine zuverlässige Internetverbindung. Ziele und Erwartungen müssen vorab klar sein (was soll erreicht werden, wer ist beteiligt, wie wird kommuniziert?).  

3) Zeitzonen & Arbeitszeiten 

Große Zeitverschiebungen können Meetings und Abstimmungen erschweren. Zudem braucht es bindende Arbeitszeiten, damit Arbeit und Freizeit sauber getrennt bleiben – gleichzeitig sollten Arbeitgeber nicht automatisch von voller Erreichbarkeit wie „zu Hause“ ausgehen.  

4) Versicherung & A1-Bescheinigung (EU/EWR/Schweiz) 

Gerade bei Workation im EU-Ausland spielen Sozialversicherung und Nachweise eine Rolle: Für vorübergehendes Arbeiten im EU-Ausland ist die A1-Bescheinigung ein wichtiger Nachweis, dass weiterhin das heimische Sozialversicherungsrecht gilt.  

5) Steuern, Visa und die 183-Tage-Regel 

Je nach Dauer der Workation können steuerliche Aspekte relevant werden. Unternehmen sollten in der Regel vermeiden, dass reguläre Arbeit im Ausland länger als 183 Tage pro Jahr erfolgt, da andernfalls unter anderem eine Lohnsteuerpflicht im Zielland entstehen kann. Zudem ist zu beachten, dass Touristenvisa häufig nicht ausreichen, um einer Arbeitstätigkeit nachzugehen; viele Länder bieten hierfür spezielle Visa-Modelle an. 

6) Finanzierung 

Wer zahlt was? Unterkunft, Flug, Verpflegung, Aktivitäten: Klare Regeln verhindern Missverständnisse. Workation ist in der Regel ein optionales Angebot – ohne automatische Kostenübernahme.

Praxis-Checkliste für Unternehmen

Damit die Umsetzung leichter fällt, hat sich ein kurzer „Workation-Standard“ bewährt: 

  • Ort & Dauer schriftlich festhalten (inkl. Zeitzone) 

  • Arbeitszeiten, Kernzeiten, Meetings definieren 

  • IT- & Security-Setup klären (VPN, Geräte, Zugriff, Datenschutz) 

  • Kommunikationskanäle festlegen (Reaktionszeiten, Eskalation) 

  • Versicherung & Nachweise prüfen (z. B. A1 in EU/EWR/CH)  

  • Steuer/Visa-Risiken einschätzen (insbesondere bei längeren Zeiträumen)  

  • Kostenregeln transparent machen 

  • Nachbereitung einplanen (Erfahrungen sammeln, Verbesserungen ableiten) 

Workation und Collection Business Center: professioneller Rahmen statt Improvisation

Auch wenn Workation häufig mit „Ausland“ und „Strand“ verbunden wird, zeigt die Praxis: Nicht jede Workation muss weit weg sein – entscheidend ist der Ortswechsel und ein verlässliches Arbeitsumfeld. Genau hier kann ein professionelles Setting helfen. 

Im Collection Business Center können Unternehmen zum Beispiel: 

  • vor einer Team-Workation Kick-off-Tage in Meetingräumen durchführen, Ziele und Rollen sauber klären, 

  • nach der Rückkehr Review-Workshops veranstalten, um Ergebnisse zu sichern, 

  • Mitarbeitern für fokussierte Phasen eine professionelle Arbeitsumgebung bieten, wenn „Café-WLAN“ oder Hotel-Setup nicht ausreichen. 

So entsteht ein sinnvoller Mix: Workation als Motivations- und Fokus-Boost – kombiniert mit einem stabilen, repräsentativen Rahmen für alles, was strukturiert abgestimmt werden muss.

Fazit

Eine Workation ist die kombinierte Form aus Arbeiten und Erholung am gewählten Ort, aber eben kein Urlaub im klassischen Sinne. Damit sie für Mitarbeiter und Unternehmen wirklich Vorteile bringt, braucht es klare Regeln zu Planung, Arbeitszeiten, Kommunikation, Technik, Versicherung sowie Steuer- und Visa-Fragen.  

Richtig umgesetzt stärkt die Workation Motivation, Bindung und Zusammenarbeit – und lässt sich mit professionellen Strukturen, etwa über das Collection Business Center, organisatorisch sauber flankieren.

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